Vorwort
In dem vorliegenden zweiten Heft «Weiterführende Spieltechniken» werden alle bereits behandelten Themen des ersten Heftes «Einführung und erste Lieder» fortgeführt und vertieft.
Beginnend mit dem zweistimmigen Anschlag und dem Spiel von der zweiten bis zur neunten Lage wird die Griffbrettkenntnis anhand verschiedener Übungen und Spieltechniken eingehend erklärt und erweitert. Lagenwechsel sowie dreistimmiger und vierstimmiger Anschlag helfen hierbei die Koordination beider Hände zu trainieren.
Eingefügte musiktheoretische schriftliche Übungen schulen die Harmonielehre und damit auch das musikalische Verständnis. Flageoletttöne, erste Tremoloübungen und Liedbegleitungen brauchen Geduld und Regelmässigkeit beim Üben.
An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass das Wiederholen zu Hause die wichtigste Grundlage für einen Fortschritt am Instrument ist. Das technische und musikalische Vorwärtskommen und Beherrschen der Stücke erfordert eine Übezeit von 20 bis 30 Minuten an mindestens fünf Tagen pro Woche. Andernfalls verlängert sich die Phase des Einprägens, was sich unter Umständen demotivierend auswirken kann. Wenn das erste und zweite Heft der «Engelberger Gitarrenschule» erfolgreich durchgearbeitet wurde, hat die Schülerin / der Schüler eine solide Grundlage, um das Gitarrenspiel interessenmässig weiter zu gestalten oder auch selbständig fortzuführen. Das gilt besonders für Lieder in anderen Genres. Die Lehrperson kann mit ergänzender Literatur unterstützend wirken und den Schwierigkeitsgrad, je nach Leistungsstand, anpassen. Wer Lust auf mehr hat, kann in Heft 3 «Ensemblespiel» mit anderen Gitarristinnen und Gitarristen gemeinsam musizieren. Das fördert die Freude am Instrument, schult die Konzentration und das musikalische Gehör. Die Stärkung sozialer Kontakte ist hierbei ebenfalls ein wichtiger Aspekt!
Ich wünsche viel Freude und Erfolg mit dem zweiten Heft der «Engelberger Gitarrenschule» und beim weiteren Musizieren!
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